Grußwort zu „Spiel mich!“: Schirmherr Oberbürgermeister Dominik Krause

„Spiel mich!“ bringt Musik, Kunst und Begegnung auf Münchens Plätze. Ursprünglich eine Idee des britischen Künstlers Luke Jerram, werden nun auch hier bei uns von Mitte Juni bis Anfang Juli auf vielen Münchner Stadtplätzen frei zugängliche Klaviere aufgestellt, die zum Spielen einladen.

Die gebrauchten, technisch überholten, neu gestimmten und von Künstler*innen, Kindergarten- und Schulgruppen gestalteten Instrumente werden so zum Zentrum temporärer Dritter Orte in unserer Stadt. Öffentliche Räume werden auf diese Weise neu belebt und Menschen zusammen- und miteinander ins Gespräch gebracht. Ganz abgesehen vom kreativen Austausch, den das Musizieren unter freiem Himmel ganz automatisch mit sich bringt.

Als Schirmherr von „Spiel mich!“ bedanke ich mich ganz herzlich bei den urbanauten und dem Verein Isarlust, bei der BayernLB und dem Schwabinger Tor, bei den Firmen Stoll und Hörmann, bei den beteiligten Bezirksausschüssen und allen weiteren Unterstützer*innen. Und alle Besucher*innen des Projekts möchte ich nun ermutigen: Greifen Sie in die Tasten!

Dominik Krause

SPIEL MICH! 2026 – die urbanauten und der Isarlust e.V. bringen 11 künstlerisch gestaltete Klaviere in den öffentlichen Raum in München

Vom 16.6. -5.7.2026 stehen unter dem Motto „SPIEL MICH!” 12 von Münchner Künstler*innen, Kindergarten- und Schulgruppen gestaltete Klaviere im öffentlichen Raum in München. Organisiert wird das Projekt von dem Stadtlabor und der Denkfabrik “die urbanauten”, die damit den Diskurs im und über den öffentlichen Raum in der Stadt anregen wollen.

Inspiriert sind die urbanauten bei dem Projekt vom britischen Künstler Luke Jerram, der schon seit Jahrzehnten vergleichbare Projekte macht. Die Idee ist ganz einfach. Viele Münchner*innen können Klavier spielen. Und viele Münchner*innen wollen gebrauchte Klaviere loswerden. Dazu kommen viele Münchner*innen, die gerne gestalten und viele Münchner*innen, die gerne Musik hören. Alles zusammen ergibt das Projekt “SPIEL MICH!”.

Für die urbanauten ist ein weiterer Aspekt besonders spannend an dem Projekt. In München gibt es viele schöne öffentliche Räume, die aber oft menschenleer sind oder nur von alltäglicher Mobilität und Hektik geprägt sind. Etwas Straßenmusik kann hier Wunder bewirken. Die Menschen kommen zur Ruhe, halten an, nehmen sich gegenseitig wahr und lauschen gemeinsam der Musik. Zurück bleiben gemeinsame Erlebnisse und Erzählungen.

Bereits seit Monaten gestalten insgesamt 12 Münchner Gruppen die Klaviere mit so klangvollen Namen wie “Korallenklavier” (Laura Wimmer & ihre Schüler*innen), “Kolibri Keys” (Daniela Krieg & Ihr Kindergarten), Müllkraken-Piano (Antonia und Peter Mertens) oder auch “Corpussonans” (Martin Blumöhr). Zur Verfügung gestellt wurden die gebrauchten Klaviere von Münchnerinnen und Münchnern.

Ermöglicht wird das Projekt durch großzügige Unterstützungen zahlreicher Münchner Bezirksausschüsse, des Kulturreferats, der BayernLB und des Schwabinger Tors. Wir bedanken uns bei den Geldgeber*innen aber auch beim Kreisverwaltungsreferat und den anderen Dienststellen, die dieses genehmigungstechnisch anspruchsvolle Projekt möglich gemacht haben. Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt der urbanauten mit dem gemeinnützigen Isarlust e.V.. Gerne können Sie hier an den Verein spenden oder hier Mitglied werden.

Für einige Standorte suchen wir außerdem noch Klavierpatinnen bzw. Klavierbetreuerinnen, die die Klaviere während des Projektzeitraums ein wenig im Blick behalten und dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen Freude daran haben. Interessierte können sich unter benjamin.david@die-urbanauten.de melden.

Und noch eine Einladung zum Mitmachen: Begleiten Sie das Projekt gerne auf Instagram und Facebook, teilen Sie Ihre Eindrücke und markieren Sie uns. Wir freuen uns außerdem über Fotos und kleine Geschichten von den Standorten und den musikalischen Begegnungen rund um die Klaviere. So entstehen gemeinsame Erinnerungen an drei Wochen Musik im öffentlichen Raum.

Ach übrigens: im Herbst geht das Projekt weiter. Eine zweite Runde Klaviere wird vom 8.10. – 29.10.2026 in acht weiteren Stadtvierteln aufgestellt. Wer ein Klavier gestalten will, kann sich bei benjamin.david@die-urbanauten.de melden. Gerne nehmen wir auch weiterhin gespendete gebrauchte Klaviere entgegen.

Für Presserückfragen sind wir jederzeit unter 0179 – 49 34 578 zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrike Bührlen und Benjamin David

die urbanauten/ Isarlust e.V.

Über die urbanauten – debatten | konzepte | projekte für öffentliche Räume

Die urbanauten wurden zunächst vor 25 Jahren als studentischer Debattierclub gegründet, der sich mit öffentlichen Räumen in der großen Stadt beschäftigt. Sie verstehen sich gleichzeitig als ein Think Tank wie auch ein Stadtlabor für öffentliche Räume. Dabei arbeiten sie eng mit zahlreichen Partnern aus Kunst, Kultur, Sozialbereich und Unternehmertum zusammen. Ihr bekanntestes Projekt ist sicher der Kulturstrand an der Isar, der bereits seit 21 Jahren den öffentlichen Raum in München an verschiedenen Stellen belebt. Ebenfalls bekannt sind sie für ihre jahrzehntelange Kuratour und Organisation des Corso Leopold auf der Münchner Leopoldstraße.

In Fachkreisen bekannt ist die Tutzinger Erklärung für gute öffentliche Räume, bezahlbaren Wohnraum und kreative Stadtentwicklung in der großen Stadt, die gemeinsam mit über hundert Akteur*innen aus der Münchner Zivilgesellschaft von den urbanauten erstellt wurde. Aktuelle Projekte, die sie noch verfolgen sind „Die Grüne Brücke“ auf der ehem. Braunauer Eisenbahnbrücke und die “(weitgehend) autofreie Isar” vor allem am Westufer der Isar. Gemeinsam mit anderen Akteur*innen im innerstädtischen Isarraum haben sie den gemeinnützigen Isarlust e.V. gegründet, der die städtische Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum begleitet.

Weitere Informationen unter www.die-urbanauten.de

Podiumsdiskussion „Isar – Alles im Fluss?“ am 30.6.2026 um 19.00 Uhr

Es diskutieren:

Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk | Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Andrea Gebhard | mahl gebhard konzepte
Irene Burkhardt | BEM Landschaftsarchitekten
Susanna Walter & Leila Unland | Studio Stadt Region (in Vertretung von Prof. Agnes Förster)
Ulrike Bührlen | Isarlust e.V. & AK Isar des Münchner Forums e.V.
Moderation: Michael Ruhland | Autor

Datum | 30.6.2026 | 19.00 Uhr

Ort | Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen (Schönwetter), Architekturgalerie | Blumenstraße 22 (Schlechtwetter)

Die Innenstadt Münchens verändert sich. Zeit, eine Zwischenbilanz zur „Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum“ zu ziehen. Eingeladen haben wir sechs Frauen, die die Diskussion um den innerstädtischen Isarraum geprägt haben.

Die Rahmenplanung geht allmählich in die Umsetzung und das just, da sich eine neue Stadtregierung bildet. Ein spannender Moment für eine öffentliche Zwischenbilanz und Isar-Ideen für die Zukunft.

Im Gespräch sind beispielsweise eine (weitgehend) autofreie Isarpromenade am Westufer der Isar, ein Isar-Flussbad beim Deutschen Museum, Naturschutz am Ostufer der Isar, die Beziehung der umliegenden Kultureinrichtungen zueinander und zum öffentlichen Raum und vieles mehr.

Manches ist bereits realisiert, wie z.B. Sitztreppen zum Fluss am Deutschen Museum, ein behindertengerechter Zugang bei der Reichenbachbrücke zur Isar oder eine öffentliche Dachterrasse auf dem Deutschen Museum („Frau im Mond”). Und auch der Kulturstrand der urbanauten belebt den innerstädtischen Isarraum an der Ludwigsbrücke, wo sonst vor allem Verkehrslärm und Leere herrschen.

2013 wurde der Isarlust e.V. aus dem „AK Isar des Münchner Forums und der urbanauten” heraus gegründet. Der Verein formulierte zehn Ziele für den innerstädtischen Isarraum.

Angelehnt daran stellte der damalige Fraktionsvorsitzende der Grünen/Rosa Liste im Stadtrat und Isarlust-Vorstandsmitglied, Sigi Benker, mehrere Stadtratsanträge zum innerstädtischen Isarraum. Diese Anregungen wurden 2015 durch die Landeshauptstadt München mit der „Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum“ und der dazugehörigen „Flussrunde“ aufgegriffen.

Hier tagten über 8 Jahre rund 35 Akteure zur Zukunft des innerstädtischen Isarraums, begleitet durch insgesamt drei Landschaftsarchitektur- und Stadtplanungsbüros.

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Spiel mich! 2026 – Klaviergestalter*innen gesucht

19 Klaviere. 19 Münchner Stadtviertel. Deine Idee mittendrin.

Für das Kunst- und Kulturprojekt „Spiel mich! 2026“ suchen wir Künstler*innen, Designer*innen, Architekt*innen und kreative Köpfe, die öffentliche Klaviere gestalten und damit Orte der Begegnung schaffen.

Die Klaviere stehen frei zugänglich im Stadtraum – sie werden gespielt, erlebt und bringen Menschen zusammen. Deine Gestaltung wird Teil davon.

Bewerbungsschluss: 20. April 2026

Alle Infos & Bewerbung zum Download:

Gestaltungsaufruf

Anmeldeformular_Allgemein_Spielmich! 2026

Gefördert durch die Bezirksausschüsse 1, 2, 4, 5, 7, 8, 9, 10, 11, 13, 14, 15, 17, 18, 19, 21, 23 und das Kulturreferat München.

Alle Plätze: Fertig, los! Workshop: Gemeinsam Räume neu denken

 

19.11.2025 , 16.00 – 19.00 Uhr

Eintritt frei
Veranstaltungsort: Generator, 1. Obergeschoss

Wie sollen öffentliche Plätze in Zukunft aussehen – offen, lebendig, für alle Menschen nutzbar?

Im Rahmen der Aktion „Alle Plätze, fertig, los!“ laden wir dazu ein, Stadtgestaltung selbst in die Hand zu nehmen. In einem partizipativen Gestaltungsworkshop entwickeln wir gemeinsam Ideen, wie Straßen und Plätze in München zu Orten werden können, die Begegnung, Bewegung und Aufenthalt gleichermaßen ermöglichen.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre eigenen Vorstellungen einzubringen, Modelle zu entwerfen und neue Perspektiven auf vertraute Stadträume zu gewinnen. Dabei geht es nicht nur um Gestaltung, sondern auch um die Frage: Wie wollen wir in dieser Stadt zusammenleben?

Der Workshop bietet Inspiration, Austausch und konkrete Impulse für die eigene Umgebung. Am Ende nehmen die Teilnehmenden nicht nur ein kleines Modell, sondern auch neue Blickwinkel und Denkanstöße mit nach Hause. Interessierte können flexibel kommen und mitmachen.

Gefördert vom BA1 Altstadt-Lehel der Landeshauptstadt München

Der Workshop findet im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung im HP8 statt.

Informationen zur Anmeldung

Ohne Anmeldung

Ausstellungseröffnung “Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum” 9.7.2025

 

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung und der Isarlust e.V. eröffnen eine Ausstellung über die Ergebnisse der “Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum” am M-net Kulturstrand der urbanauten am Vater-Rhein-Brunnen am kommenden Mittwoch, 9.7.2025 um 18.30 Uhr.

In den vergangenen Jahren tauschten sich dutzende Akteur*innen aus Verwaltung, Politik, Verbänden, Institutionen, Vereinen und der Zivilgesellschaft zur Zukunft des innerstädtischen Isarraums aus.

Sie diskutierten die unterschiedlichen Ansprüche, Potenziale und Wünsche für die Isarufer, die Isarinseln aber auch den Fluss selbst. Dabei soll vieles geschützt und manches vorsichtig erneuert werden.

In der Ausstellung werden 24 Steckbriefe für die verschiedenen Bereiche zwischen Reichenbach- und Luitpoldbrücke gezeigt. Von Mittwoch, 9. Juli 2025 bis Dienstag, 5. August 2025 sind diese Ideen zur Zukunft des innerstädtischen Isarraums am M-net Kulturstrand der urbanauten zu sehen.

Programm

9.7.2025 | 18.30 Uhr | Eröffnung der Ausstellung “Rahmenplanung innerstädtischer Isarraum” am M-net Kulturstrand der urbanauten am Vater-Rhein-Brunnen
u.a. mit
Philipp Königer | Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Grün- und Freiraumplanung
Stephanie Jenke | Geschäftsführerin des Gasteig
Helmut Gottschling | 1. Pfarrer von St. Lukas
Benjamin David | Isarlust e.V. | die urbanauten

17.7.2025 | 18.30 Uhr | Führung durch die Ausstellung
mit Susanne Brittinger | Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Landschaftsentwicklung und Ulrike Bührlen | Isarlust e.V. | die urbanauten

30.7.2025 | 18.30 Uhr | Führung durch die Ausstellung
mit Ulrike Bührlen | Isarlust e.V. | die urbanauten und Susanne Brittinger |
Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Landschaftsentwicklung

5.8.2025 | 18.30 Uhr | Podiumsdiskussion zur Ausstellung
u.a. mit Stadtbaurätin Prof. Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk | Referat für Stadtplanung und Bauordnung